Erklärungen zur Zucht

Zucht des Boerboel

Die Zucht des Boerboel hat seine Ursprünge im 17. Jahrhundert (siehe Geschichte).

Erst 1983 wurde diese Rasse durch eine Definition der SABT (1. Zuchtbuchführender Verein) festgelegt.

Bisher wurde sie von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) noch nicht weltweit anerkannt, die Bestrebungen gibt es jedoch und nehmen bereits Gestalt an.
Hierzu wurden Gespräche geführt, die gerade im Jahr 2011 die SABT, BBI und EBBASA an einen gemeinsamen Tisch versammelten. Zwischenzeitlich gibt es eine völlig veränderte Situation zwischen den letztgenannten Vereinen.

Die FCI ist mit Abstand der größte kynologische Weltdachverband und unterteilt Hunderassen in folgende Gruppen:

  • Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde u.a.
  • Gruppe 3: Terrier
  • Gruppe 4: Dachshunde
  • Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
  • Gruppe 7: Vorstehhunde
  • Gruppe 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
  • Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde
  • Gruppe 10: Windhunde

Demnach wäre der Burbull zur Gruppe der Molossoiden hinzuzurechnen. Molosser ist ein Oberbegriff für viele sehr große und massige Hundetypen wie z. Bsp. Cane Corso, Bordeaux-Dogge, Mastiff, Bullmastiff, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Spanische Dogge, Tosa Inu, Mastín del Pirineo und Presa Canario.

Erst seit 1990 werden offizielle Bewertungen des South African Boerboel in Südafrika durchgeführt, um eine Einstufung der Zuchttauglichkeit zu erreichen. Seit einigen Jahren nun auch in Europa.

Durch die zunehmende Erfahrung bei der Zucht der Boerboel´s und der zunehmenden Verbreitung in Europa mit abweichenden Anforderungen, wird immer mehr Wert auf das Wesen gelegt und nicht nur auf die Körperlichkeiten.

Der Boerboel ist inzwischen umfangreich in Amerika organisiert, nimmt in der Präsenz in Europa zu und ist z. Bsp. in Russland sehr beliebt. Nicht zu vergessen Australien und Asien. Alle Ursprünge und die vielfältigsten Boerboels sind nach wie wo in Südafrika zu finden.

Kürzlich (im September 2014) wurde nach einer 2jährigen juristischen Auseinandersetzung zwischen den aktuellen Vereinen (SABBS/BI/EBBASA/KUSA) und dem Landwirtschaftsministerium Südafrika über die Frage, wer zur Ausstellung von Papieren berechtigt ist, geklärt, dass einzig die SABT/SABBS die Rasse-Bezeichnung "South African Boerboel" führen darf.
Dazu muss die SABT/SABBS sich allerdings den Regeln des Landwirtschaftsministerium unterwerfen und alle "echten" Boerboels mit SA Stubook-Stammbäumen ausstatten.

Der Zuchtstandard der SABT, also die Kriterien für einen zuchttauglichen BB, ist hier zu finden: Zuchtstandard