Zecken

Das Wichtigste über Zecken

Im Sommer und noch einmal im Herbst droht die "Gefahr des Zeckenbefalls".
Wenn der Winter zu warm war, wird das folgende Jahr sicher ein "Zeckenjahr".

Kurz das wichtigste im Umgang mit Zecken an Hunden:

Biss und Krankheitserreger
Ab ca. 7 °C lauern die Tierchen in Gras, Büschen oder im Unterholz bis zu einer Höhe von maximal 1,50 m. Sie gelangen durch Abstreifen auf ihren Wirt und betäuben vorab die Bissstelle, so dass der Hund zunächst nichts merkt. Später hinterlassen die Blutsauger an den betroffenen Stellen Juckreiz und oft Wochen bestehende, meist gerötete Papeln. Zecken können dann gefährlich werden, wenn sie Viren und Bakterien übertragen, besonders die Borreliose und die Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME). Die Zahl der Risikogebiete für FSME steigt in Deutschland von 96 auf 129. Diese Krankheit wird durch Zeckenstiche übertragen und kann beim Menschen eine Hirnhautentzündung zur Folge haben.Sowohl für Menschen als auch für Hunde gibt es Schutzimpfungen gegen Zecken. Leider schützen diese Impfungen nicht gegen alle der häufig von Zecken übertragenen Erkrankungen.

  • rot = Definierte FSME-Risikogebiete nach Robert Koch-Institut (Quelle: RKI, Epidem. Bulletin, Nr. 15, 2014)
  • gelb = Landkreise mit vereinzelt auftretenden autochthonen FSME-Erkrankungen, die jedoch nicht der Definition für ein FSME-Risikogebiet nach Robert-Koch-Institut entsprechen. (Insgesamt 68 Fälle im Zeitraum 2002 – 2013),(Quelle: RKI, Epidem. Bulletin, Nr. 15, 2014)

Vorbeugen
Untersuche Deinen Hund nach jedem Spaziergang im Grünen auf Zeckenbefall.
Bürsten nach dem Spaziergang z. Bsp. hilft, da es oft oft viele Stunden dauert, bevor sich eine Zecke am Hund ansaugt.
Besonders betroffen sind die Regionen mit dünner Haut an Bauch, Brust, Gesicht und in den Ohren. Aber auch die Pfoten sollten genau untersucht werden. Bis die Zecke einen Hund mit Borrelien infiziert, dauert es meist dann noch 24 Stunden.
Wird die Zecke also rechtzeitig erkannt und entfernt, kann sich der Hund nicht mit Borreliose infizieren.
Vorbeugend gegen Zeckenbefall gibt es außerdem – mit verschiedenen Wirkstoffen – Zeckenhalsbänder, rezeptpflichtige oder rezeptfreie Tropfen, die auf die Haut aufgetragen werden und ca. 4 Wochen wirken.

Entfernen einer Zecke
Wenn eine Zecke den Hund gebissen hat, entferne diese durch vorsichtiges, langsames Herausziehen mit einer Zeckenzange oder einem gabelähnlichen Zeckenhaken.
Damit wird die Zecke nicht zerquetscht und der Kopf besser herausgeholt.
Gleichmäßigen Zug ausüben, keinesfalls ruckartig vorgehen, denn gerade durch Quetschung und Gewalt werden die Borreliose-Erreger in den Hund übertragen. Den Haken/die Zange so nah wie möglich an der Haut ansetzen, so dass beim herausziehen nicht der Kopf stecken bleibt. Anschließend die Stelle mit einem Wund-Desinfektionsmittel behandeln.